DeutschPolestar startet in Frankreich durch: Europa trägt 78% der Verkäufe – doch...

Polestar startet in Frankreich durch: Europa trägt 78% der Verkäufe – doch die Quartalsverluste steigen weiter

Date:

Polestar setzt im Frühjahr 2026 klar auf Europa – und gewinnt damit auch in Frankreich an Boden. Im ersten Quartal 2026 entfielen 78% der weltweiten Verkäufe des schwedischen Elektroauto-Herstellers auf Europa, das entspricht einem Plus von 7% im Zeitraum Januar bis März, wie Reuters berichtet.

Der Schwenk auf den Kontinent stützt die Auslieferungen, aber er löst Polestars Kernproblem nicht: Die finanziellen Kennzahlen bleiben angespannt. Zölle und anhaltender Preisdruck belasten die Marge – und lassen die Verluste im Quartal weiter anwachsen.

Frankreich ist Teil dieser Europa-Offensive. Polestar hat den Verkaufsstart dort in diesem Jahr vollzogen, nachdem eine ursprünglich ab 2025 geplante Ausweitung auf mehrere neue Märkte auf 2026 und später verschoben worden war.

Europa als Wachstumsmotor – Frankreich rückt in den Fokus

Mit dem Markteintritt in Frankreich erweitert Polestar sein europäisches Netz Schritt für Schritt. Der Hersteller hatte seine geografische Expansion zunächst früher ansetzen wollen, den Zeitplan dann jedoch nach hinten geschoben und die Einführung neuer Märkte gestreckt.

Für Polestar passt Frankreich in die Strategie: ein großer Automarkt mit einer Kundschaft, die für elektrische Premium-Modelle empfänglich ist. Gleichzeitig trifft die Marke dort auf Konkurrenz, die sich laut Bericht vor allem um Tesla, BMW sowie einige chinesische Hersteller gruppiert, die ebenfalls Fuß fassen wollen.

Quartalsverlust wächst – Zölle und Preisdruck drücken die Marge

Die steigenden Stückzahlen reichen nicht aus, um die wirtschaftlichen Belastungen zu überdecken. Polestars Ergebnisse für das erste Quartal 2026 zeigen laut Reuters einen höheren Quartalsverlust – getrieben von Zöllen und einem anhaltend hohen Preisdruck.

Diese Kombination setzt die Margen unter Druck und verschiebt den Zeitpunkt, an dem das Unternehmen wieder in Richtung Gewinnzone kommen könnte. Polestar bekräftigte zugleich das Ziel, bis Ende des kommenden Jahres einen ausgeglichenen Cashflow zu erreichen.

Doch das Umfeld bleibt schwierig: Eine nachlassende Nachfrage nach Elektroautos und ein intensiver Preiswettbewerb erschweren die Planung. Bereits die Jahresverkäufe 2024 hatten nach Angaben von Reuters die ursprünglichen Prognosen verfehlt.

„All about Europe“ als Antwort auf die globale Abkühlung

Dass Polestar Europa so stark gewichtet, ist eine bewusste Gegenbewegung zur schwächeren Dynamik in anderen Regionen. Reuters zufolge hat das Unternehmen Ressourcen aus Märkten mit nachlassender E-Auto-Nachfrage – insbesondere in Asien und Nordamerika – in Richtung Europa verlagert.

Die Strategie trägt den Namen „All about Europe“ und hatte laut einem Reuters-Bericht vom Januar 2026 bereits im vierten Quartal 2025 zu einem deutlichen Verkaufsanstieg beigetragen.

Expansion in Etappen – und ein strukturelles Zollrisiko

Polestar rollt neue Märkte nicht im Gleichschritt aus. Die Verschiebung um ein Jahr in mehreren Ländern steht für einen vorsichtigen Kurs, der sowohl mit finanziellen Zwängen als auch mit der Absicht begründet wird, die Vertriebsanstrengungen nicht zu verzetteln. Weitere Markteintritte sind demnach ab 2026 und darüber hinaus gestaffelt.

Industrieseitig bleibt Polestar an Geely und Volvo Cars angebunden – das gibt Rückhalt. Gleichzeitig wirkt die Belastung durch Zölle auf in China produzierte Elektrofahrzeuge in Europa als struktureller Bremsklotz für die Margen. Solange dieser tarifliche Gegenwind anhält, bleibt die Profitabilität für Polestar ein Ziel, das sich weiter nach hinten verschiebt.

Karim Lefort
Karim Lefort
Karim Lefort suit tout ce qui touche les déplacements des Français. Carburant, péages, SNCF et TER, transports en commun, coût d'usage de la voiture, contrôle technique, ZFE, stationnement ou malus : il part d'un fait daté et chiffré pour dire qui est concerné, combien ça coûte ou rapporte et quoi faire. Proche du conducteur comme de l'usager, il donne les chiffres qui comptent, sources françaises à l'appui.

Sur le même sujet

Le Big Bang n’a peut-être pas créé le temps : ce que pensent vraiment les physiciens

Le Big Bang correspond-il réellement au commencement du temps ? Une vaste consultation internationale révèle que la majorité...

215 millions de dollars : les États-Unis accélèrent la course à l’ordinateur quantique

Le département américain de l’Énergie lance une compétition dotée de 215 millions de dollars pour accélérer la mise...

Indemnités kilométriques : 3,2 % de plus pour ces agents publics jusqu’à fin 2026

Le remboursement des déplacements professionnels augmente temporairement pour certains agents publics utilisant leur véhicule personnel. Le barème bénéficie...

Retraites : ce rapport propose un « âge d’équilibre », mais aucun droit ne change aujourd’hui

La Conférence sur le travail, l’emploi et les retraites s’est achevée avec la publication d’un document final qui...