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CAC-40-Chefs verdienen 2024 im Schnitt 6,5 Mio. Euro – doch die Gehaltskluft im Index wächst weiter

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Die Chefs der größten börsennotierten Konzerne Frankreichs haben 2024 im Schnitt 6,5 Mio. Euro kassiert. Das sind 9 % weniger als 2023 – und trotzdem wird die Ungleichheit innerhalb der Spitzengruppe größer.

Zu diesem Befund kommt die auf Corporate Governance spezialisierte Beratung Proxinvest in ihrem jährlichen Vergütungsbarometer. Auffällig: Während der Durchschnitt sinkt, steigt der Median auf einen Rekordwert. Damit rückt die „Mitte“ der CAC-40-Vorstände nach oben, auch wenn einzelne Extremwerte schwanken.

Was hinter den Summen steckt, zeigt der Blick auf die Bausteine der Vergütung: ein Fixgehalt, ein jährlicher Bonus abhängig von der Performance des Geschäftsjahres sowie eine aktienbasierte Vergütung, die über drei Jahre berechnet wird. Das durchschnittliche Fixum im Index liegt bei 1,4 Mio. Euro. Der Bonus ist im Schnitt auf 186 % des Fixgehalts gedeckelt. Die mittelfristige Aktienkomponente kann bis zu 285 % des Fixums erreichen – außer, die Obergrenze wird in Stückzahlen statt in Euro definiert, was den Chef begünstigt, wenn der Kurs steigt.

En chiffres
6,5 M€
Rémunération moyenne d'un patron du CAC 40 en 2024
-9 % par rapport à 2023
5,6 M€
Rémunération médiane en 2024
Plus haut niveau depuis 1999
23,1 M€
Rémunération de Francesco Milleri (EssilorLuxottica)
Plus de 2x son niveau de 2023
110x
Écart entre un patron du CAC 40 et un salarié moyen
Plafond public : 450 000 € (décret 2012)
+54 %
Hausse de la rémunération moyenne entre 2011 et 2024
De 4,2 M€ à 6,5 M€

Durchschnitt sinkt, Median steigt: Warum die Schere trotz Minus größer wird

Laut Proxinvest lag die durchschnittliche Gesamtvergütung der CAC-40-Chefs 2024 bei 6,5 Mio. Euro – 9 % weniger als 2023. Doch der Durchschnitt verdeckt die Spannweite: Der Median stieg um 5 % auf rund 5,6 Mio. Euro und erreicht damit den höchsten Stand seit der ersten Proxinvest-Veröffentlichung 1999. Anders gesagt: Die Hälfte der CAC-40-Topmanager verdient mehr als 5,6 Mio. Euro pro Jahr.

Dass der Durchschnitt fällt, während der Median steigt, deutet auf ein klares Muster hin: Einige besonders hohe Vergütungen bewegen sich nach unten und drücken so den Schnitt, während die zentrale Gruppe der Manager weiter zulegt. Die Abstände zwischen den Best- und Schlechtestverdienern wachsen damit – selbst wenn die Gesamtsumme im Mittel schrumpft.

Rémunérations des dirigeants du CAC 40 en 2024
Indicateur Montant 2024 Évolution vs 2023
Rémunération moyenne 6,5 millions d’euros -9 %
Rémunération médiane 5,6 millions d’euros +5 %
Part fixe moyenne (CAC 40) 1,4 million d’euros n.d.

Source : La Tribune / Proxinvest

Neues Spitzen-Trio: EssilorLuxottica vor Bolloré und Dassault Systèmes

An der Spitze des Rankings steht 2024 Francesco Milleri, CEO von EssilorLuxottica, mit einer Gesamtvergütung von 23,1 Mio. Euro – mehr als doppelt so viel wie 2023. Auf Platz zwei folgt Cyrille Bolloré (Bolloré-Gruppe) mit 15,7 Mio. Euro. Dritter ist Pascal Daloz, seit Januar 2024 Generaldirektor von Dassault Systèmes, mit 15,5 Mio. Euro.

Dass das Podium komplett neu besetzt ist, erklärt auch den rückläufigen Durchschnitt: Die extrem hohen Werte aus 2023 wiederholen sich nicht durchgängig, während einzelne Manager – neue wie etablierte – in 2024 Rekordjahre verbuchen.

Top 3 des patrons du CAC 40 les mieux rémunérés en 2024
Dirigeant Entreprise Rémunération totale
Francesco Milleri EssilorLuxottica 23,1 millions d’euros
Cyrille Bolloré Groupe Bolloré 15,7 millions d’euros
Pascal Daloz Dassault Systèmes 15,5 millions d’euros

Source : La Tribune / Proxinvest

Pourquoi les écarts de salaires au CAC 40 s'élargissent

Moyenne en baisse, médiane en hausse
La rémunération moyenne recule de 9 % en 2024, mais la médiane progresse de 5 % à 5,6 millions d'euros, son record absolu depuis 1999. Les écarts internes s'élargissent.
EssilorLuxottica double la mise
Francesco Milleri perçoit 23,1 millions d'euros en 2024, plus du double de l'année précédente. Il devance Cyrille Bolloré (15,7 M€) et Pascal Daloz de Dassault Systèmes (15,5 M€).
Fixe en hausse dans six groupes
Sanofi, L'Oréal, BNP Paribas ou encore Unibail-Rodamco-Westfield ont relevé le fixe de leur dirigeant pour 2025, avec des hausses allant de 6 % à 25 %.
110 fois le salaire d'un employé moyen
L'écart entre les grands patrons de l'indice et leurs salariés dépasse un facteur 110. Les dirigeants du secteur public, eux, sont plafonnés à 450 000 euros par décret depuis 2012.
Actionnaires globalement conciliants
Malgré des niveaux records, les assemblées générales approuvent massivement les politiques de rémunération. La pression réglementaire sur un plafonnement légal reste à ce jour sans suite en France.

Fixgehälter steigen für 2025 in mehreren Konzernen – teils deutlich

Neben Bonus- und Aktienprogrammen bewegt sich auch das Fixgehalt. Sechs CAC-40-Unternehmen haben das Fixum ihres Chefs für 2025 angehoben: Pernod Ricard (+6 %), Sanofi (+14,3 %), L’Oréal (+15 %), Unibail-Rodamco-Westfield (+20 %) und BNP Paribas (+25 %). Hinzu kommt Valeo – außerhalb des Index – mit +12,8 %.

BNP Paribas erhöht damit das Fixgehalt auf 2,3 Mio. Euro. Société Générale belässt es bei 1,65 Mio. Euro, Crédit Agricole bei 1,1 Mio. Euro. In der Bankenbranche begrenzt die Regulierung die variablen Vergütungsbestandteile auf 200 % des Fixums, um übermäßige Risikobereitschaft nicht zu fördern. Wachstum ist damit vor allem über das Fixgehalt möglich – ein Grund für teils kräftige Anhebungen.

110-faches eines Durchschnittslohns – und doch weit weg vom Private-Equity-Niveau

Der Abstand zwischen Konzernspitze und Belegschaft bleibt enorm: CAC-40-Chefs verdienen mehr als das 110-Fache des durchschnittlichen Gehalts eines Mitarbeiters. Am anderen Ende der Skala sind die Chefs großer öffentlicher Unternehmen in Frankreich per Dekret von 2012 auf 450.000 Euro pro Jahr gedeckelt.

Gleichzeitig liegen die Summen laut Bericht deutlich unter dem, was Private-Equity-Fonds für vergleichbare Profile zahlen. Jean de Calbiac, Partner bei Alva Avocats und Berater mehrerer CAC-40-Manager, formuliert es so: „Wenn sie im Private Equity arbeiten würden, wäre das vielleicht weniger prestigeträchtig, aber sie würden viel besser verdienen und wären deutlich weniger der Kritik ausgesetzt.“

Langfristig klarer Aufwärtstrend: von 4,2 Mio. Euro (2011) auf 6,5 Mio. Euro (2024)

Im Zeitvergleich wird die Entwicklung noch deutlicher. 2011 lag die durchschnittliche Vergütung eines CAC-40-Chefs laut Le Figaro bei 4,2 Mio. Euro. 2024 sind es 6,5 Mio. Euro – ein Plus von mehr als 54 % in 13 Jahren, trotz jährlicher Ausschläge. Der Rückgang um 9 % gegenüber 2023 ändert damit wenig am strukturellen Aufwärtstrend.

Dass der Median mit 5,6 Mio. Euro den höchsten Stand seit 1999 erreicht, spricht zudem dafür, dass die Entwicklung nicht nur von wenigen Ausreißern getragen wird, sondern die Breite der Führungsetagen im wichtigsten französischen Aktienindex erfasst.

Antoine Rives
Antoine Rives
Antoine couvre l'économie et la vie des entreprises. Résultats, investissements, emploi, Choose France : il remet les chiffres en perspective et distingue la communication du fait économique. Du CAC 40 à la PME, il cherche l'info derrière le communiqué.

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