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GBH und France Travail schmieden Job-Pakt für Frankreichs Überseegebiete – Firmenpleiten ziehen 2025 an

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Der französische Arbeitsvermittler France Travail und der Konzern GBH haben eine Partnerschaft für mehr Beschäftigung in den französischen Übersee-Départements (DOM) offiziell gemacht – in einer Phase, in der die Wirtschaft dort weiter unter Druck steht.

Unterzeichnet wurde die Vereinbarung von Nicolas Assier de Pompigan, Generaldirektor von GBH, und Frédéric Toubeau, stellvertretender Generaldirektor von France Travail. Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Arbeitslosigkeit in den DOM zu den drängendsten Themen zählt und sich zentrale Wirtschaftsindikatoren nur zäh erholen.

Gerade in den Antillen, in Französisch-Guayana und auf La Réunion gilt Beschäftigung seit Jahren als strukturelle Schwachstelle. GBH – ein in den Überseegebieten besonders dominanter privater Akteur in Handel und Agrar- und Lebensmittelwirtschaft – sucht nun die Nähe zum staatlichen Arbeitsmarktoperator France Travail. Konkrete Details, etwa zu angestrebten Jobzahlen oder priorisierten Branchen, wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt.

En chiffres
+10 %
Défaillances d'entreprises dans les DOM en 2025
cumul sur l'année
+135 %
Hausse des faillites en Guyane
après +440 % au trimestre précédent
6 000
Faillites supplémentaires possibles en France
pire scénario lié aux barrières douanières américaines
-14 %
Baisse des défaillances en Martinique
sur la période récente

Wirtschaftsgewebe in den DOM unter Druck

Das Timing der Vereinbarung ist kein Zufall: Über das Gesamtjahr 2025 stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in den DOM kumuliert um 10 Prozent. Hinter dieser Gesamtzahl verbergen sich allerdings stark unterschiedliche Entwicklungen je Gebiet.

Am alarmierendsten sind die Signale aus Französisch-Guayana: Dort legten die Firmenpleiten im zuletzt erfassten Quartal um 135 Prozent zu – nachdem es im Quartal davor bereits einen Sprung um 440 Prozent gegeben hatte. Guadeloupe verzeichnet ein Plus von 27 Prozent.

La Réunion und Martinique melden dagegen eine leichte Entspannung: minus 5 Prozent beziehungsweise minus 14 Prozent im gleichen Zeitraum. Für Entwarnung reicht das nach Einschätzung von Beobachtern jedoch nicht.

Défaillances d’entreprises dans les DOM (évolution trimestrielle récente)
Territoire Évolution
Guyane +135 % (après +440 % au trimestre précédent)
Guadeloupe +27 %
Martinique -14 %
La Réunion -5 %
Ensemble des DOM (cumul 2025) +10 %

Quelle: France-Antilles, Défaillances dans les DOM

Düstere Aussichten für 2026 – Dominoeffekt als Risiko

Auch die Prognosen für 2026 machen wenig Hoffnung. Laut den von France-Antilles zitierten Experten deuten schwaches Wachstum und nur begrenzte Effekte der Geldpolitik auf eine allenfalls sehr langsame Verbesserung hin.

Besonders im Fokus steht ein möglicher Dominoeffekt: Neue US-Zollschranken könnten im schlimmsten Szenario bis zu 6.000 zusätzliche Insolvenzen in Frankreich auslösen. Für Unternehmen in den Überseegebieten wäre das eine doppelte Gefahr – durch mögliche Brüche in internationalen Lieferketten und durch wachsende Zahlungsausfälle von ausländischen Geschäftspartnern, die selbst unter Druck geraten.

Vor diesem Hintergrund bekommt die Kooperation zwischen einem der größten privaten Arbeitgeber in den DOM und dem wichtigsten staatlichen Arbeitsmarktakteur eine Bedeutung, die über reine Institutionenkommunikation hinausgeht.

Emploi ultramarin : pourquoi ce partenariat arrive sous pression

Un accord public-privé inédit
GBH, poids lourd de la distribution ultramarine, s'engage formellement avec France Travail pour rapprocher employeurs privés et demandeurs d'emploi dans les DOM.
Défaillances en forte hausse en 2025
Le cumul des faillites dans les DOM affiche +10 % sur 2025. La Guyane est le territoire le plus exposé, avec une progression de 135 % sur le dernier trimestre.
Risque d'effet domino en 2026
Les experts redoutent une contagion des difficultés entre entreprises, amplifiée par les nouvelles barrières douanières américaines et la montée des impayés internationaux.
Des territoires aux situations contrastées
La Martinique et La Réunion voient leurs défaillances reculer légèrement, quand la Guyane et la Guadeloupe continuent de se dégrader.
Des engagements encore à préciser
Les volumes d'emplois visés et les secteurs ciblés par le partenariat GBH-France Travail n'ont pas encore été rendus publics.

Wer sind GBH und France Travail?

GBH zählt zu den in den französischen Überseegebieten am stärksten vertretenen Privatkonzernen. Das Unternehmen ist unter anderem im Lebensmittelhandel, im Automobilgeschäft und in der Hotellerie aktiv. Generaldirektor Nicolas Assier de Pompigan unterzeichnete die Vereinbarung gemeinsam mit Frédéric Toubeau, der als stellvertretender Generaldirektor die Nummer zwei bei France Travail ist.

France Travail ist der staatliche Arbeitsvermittler Frankreichs (Sitz: Paris) und wurde im Dezember 2008 geschaffen. Der Auftrag umfasst das gesamte Staatsgebiet – einschließlich der Überseegebiete – mit dem Kernziel, Arbeitsuchende zu vermitteln und Unternehmen bei Einstellungen zu unterstützen.

Die Kooperation mit GBH passt in eine Linie, die France Travail in den DOM bereits verfolgt: große private Arbeitgeber näher an lokale Arbeitsuchende heranzuführen, die dort häufig zahlreicher und weniger mobil sind als im französischen Mutterland.

Viele offene Fragen – Guayana als erster Härtetest

Bislang ist die Vereinbarung vor allem eine Absichtserklärung; welche messbaren Effekte sie bringt, bleibt offen. In den Überseegebieten treffen strukturell hohe Arbeitslosigkeit, kleine Arbeitsmärkte und eine starke Abhängigkeit von wenigen dominanten Wirtschaftsakteuren aufeinander – GBH gehört zu diesen Akteuren.

Dass der Konzern sich in einer Phase wirtschaftlicher Spannungen formal mit France Travail zusammenschließt, ist dennoch ein Signal. Gerade Französisch-Guayana mit seinen besonders schlechten Kennzahlen dürfte in den kommenden Monaten zum ersten Test werden, wie belastbar solche öffentlich-privaten Partnerschaften in der Praxis sind.

Partenariat GBH-France Travail dans les DOM : ce qu'il faut retenir

    • GBH et France Travail ont officialisé un partenariat pour l'emploi dans les DOM et La Réunion.
    • Nicolas Assier de Pompigan (GBH) et Frédéric Toubeau (France Travail) ont signé l'accord.
    • Les défaillances d'entreprises dans les DOM ont progressé de 10 % sur l'ensemble de 2025.
    • La Guyane a enregistré une hausse de 135 % des défaillances sur le dernier trimestre connu.
    • Les barrières douanières américaines pourraient provoquer jusqu'à 6 000 faillites supplémentaires en France.
Nathalie Grondin
Nathalie Grondin
Nathalie Grondin, rédactrice régional(e) — La Voix de France. Textes produits avec l'assistance de l'IA et relus par notre équipe éditoriale.

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