Olympique de Marseille (OM) hat einen neuen Naming-Deal abgeschlossen: Für sieben Jahre wird das bisherige Orange Vélodrome künftig „Cepac Vélodrome“ heißen. Partner ist die Caisse d’Epargne Provence Alpes Corse, die unter dem Handelsnamen CEPAC auftritt.
Der Klub machte die Vereinbarung offiziell und ersetzt damit die bisherige Stadionbezeichnung. Das Vélodrome, die Heimstätte des Traditionsvereins aus Marseille, trägt damit ab sofort den Namen des regionalen Bankinstituts.
Ein Vertrag mit klarer regionaler Handschrift
Die Caisse d’Epargne Provence Alpes Corse ist historisch in Marseille verankert. Ihr Sitz liegt im Viertel Saint Menet, traverse de la Buzine, im 13. Arrondissement der Stadt.
Gegründet wurde die Struktur 1993. Laut offiziellen Angaben von INSEE und INPI, abrufbar über data.gouv.fr, steht sie heute unter der Leitung von Albert Achouche (gérant et liquidateur), an seiner Seite Marthe Beaunes und Anna Blanc als „associées indéfiniment responsables“.
Für Profiklubs sind Naming-Verträge eine planbare Einnahmequelle jenseits von TV-Geldern und Ticketing. Sieben Jahre gelten in der Ligue 1 als ungewöhnlich lange Laufzeit – viele Vereinbarungen bewegen sich eher im Rahmen von drei bis fünf Jahren. Dass CEPAC sich so langfristig bindet, unterstreicht den Anspruch, die Partnerschaft eng mit dem Standort Marseille zu verknüpfen.
Stadion-Naming: In Frankreich noch immer ein kleiner Markt
Im internationalen Vergleich hinkt Frankreich beim Sport-Naming hinterher: In Deutschland oder England erzielen Arenen wie die Allianz Arena oder das Emirates Stadium pro Saison Einnahmen in zweistelliger Millionenhöhe. In Frankreich sind entsprechende Beispiele weiterhin überschaubar – genannt werden etwa das Groupama Stadium in Lyon oder die Arkéa Arena in Bordeaux.
Der Deal in Marseille reiht sich damit in einen Markt ein, der im Land erst langsam an Fahrt aufnimmt. Zu den finanziellen Details der Vereinbarung zwischen OM und CEPAC machten die Beteiligten bislang keine Angaben.

