AirPods Max 2: Apple setzt auf H2-Chip, Lossless per USB‑C und „1,5‑fach“ bessere Geräuschunterdrückung

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Apple bringt mit den AirPods Max 2 eine neue Generation seines Over‑Ear-Kopfhörers – und bleibt äußerlich auffallend konservativ. Form, Aluminiumgehäuse und die Bedienung über die Digital Crown sehen aus wie beim Modell von 2020. Die eigentlichen Änderungen stecken im Inneren: Apple verbaut den H2‑Chip, den der Konzern bereits in anderen AirPods-Produkten nutzt, und verspricht spürbare Fortschritte bei aktiver Geräuschunterdrückung, „intelligenten“ Audiofunktionen und beim Einsatz als Arbeitsgerät.

Preislich bleibt Apple auf Premiumkurs: Die AirPods Max 2 sollen weiterhin 549 US‑Dollar kosten. Vorbestellungen starten laut Ankündigung am 25. März, die Auslieferung soll Anfang des darauffolgenden Monats beginnen. Neue Farben – Apple nennt unter anderem „Midnight“, „Starlight“, Orange, Lila und Blau – sollen den Neustart sichtbar machen. Wer hingegen auf ein leichteres Gehäuse oder ein überarbeitetes Case gehofft hat, wird enttäuscht: Dazu nennt Apple keine Änderungen.

H2-Chip als neues Herzstück: Mehr Rechenleistung für „computational audio“

Der zentrale technische Schritt ist der Wechsel auf den H2‑Chip. Apple nutzt ihn als Rechenplattform für Echtzeitverarbeitung: Mikrofone und Signalprozessoren sollen Umgebungsgeräusche präziser analysieren, Übergänge zwischen Modi flüssiger gestalten und die Wiedergabe dynamisch an die Situation anpassen. Das Prinzip kennt man aus Apples In‑Ear‑Modellen – nun soll es im großen Over‑Ear-Format konsequenter greifen.

Bemerkenswert ist, was Apple nicht verändert: Bauform, Materialien und Bedienlogik bleiben gleich. Das kann beruhigen, weil sich Fans nicht umgewöhnen müssen. Es ist aber auch ein Risiko, weil Kritikpunkte der ersten Generation – etwa das als wenig schützend empfundene Softcase oder das Gewicht – damit nicht adressiert werden. Apple setzt darauf, dass Funktionsgewinn und Klang die fehlende Design-Weiterentwicklung überstrahlen.

Mit dem H2‑Chip sollen Funktionen wie „Adaptive Audio“ und „Conversation Awareness“ in die Max‑Reihe einziehen. Dahinter steckt die Idee eines stärker automatisierten Kopfhörers: Je nach Umgebung regelt das System Geräuschunterdrückung und Lautstärke, bei Gesprächen soll die Wiedergabe automatisch absenken. Im Büro oder in der Bahn kann das praktisch sein – in der Realität wird aber entscheidend sein, wie zuverlässig die Erkennung funktioniert und wie oft sie Nutzerinnen und Nutzer ungewollt „unterbricht“.

„Bis zu 1,5x“ bessere ANC: Apples große Zahl braucht unabhängige Tests

Am offensivsten bewirbt Apple die aktive Geräuschunterdrückung (ANC): Sie soll „bis zu 1,5‑fach“ effektiver arbeiten. Ziel sind tiefe, gleichmäßige Störgeräusche wie Flugzeugtriebwerke, Zugrollen oder Lüfterrauschen – also genau die Frequenzen, die auf langen Reisen ermüden und technisch schwer zu dämpfen sind, ohne den Klang zu verfärben.

Apple beschreibt die Verbesserung weniger als „Abschottung“, sondern als feinere, schnellere Regelung. In wechselhaften Situationen – etwa in der Stadt mit vorbeifahrenden Bussen, Windböen und Sirenen – soll die ANC stabil bleiben, ohne Pumpen oder den von manchen als unangenehm empfundenen Druck auf den Ohren. Ob das gelingt, ist eine der Fragen, die erst Praxistests beantworten können.

Auch der Transparenzmodus soll natürlicher wirken, unterstützt durch verbesserte Mikrofone und Signalverarbeitung. Gerade bei Over‑Ear-Kopfhörern ist das für viele ein Alltagskriterium: Wer häufig zwischen Abschirmung und „Mithören“ wechselt, nutzt einen metallisch klingenden Transparenzmodus seltener – ein glaubwürdiger hingegen verlängert die Tragezeit im Büro, beim Einkaufen oder auf dem Weg durch die Stadt.

Grenzfälle bleiben: Stimmen in unmittelbarer Nähe, Durchsagen in der U‑Bahn oder ein volles Café sind für ANC-Systeme traditionell schwieriger als gleichmäßiges Brummen. Zusätzlich kündigt Apple eine automatische Absenkung sehr lauter Umgebungsgeräusche an – ein Komfort- und Sicherheitsfeature, das auch irritieren kann, wenn der Kopfhörer „entscheidet“, was gerade zu laut ist.

Lossless-Audio nur mit Kabel: 24 Bit/48 kHz über USB‑C

Die greifbarste Neuerung ist die Unterstützung von Lossless-Audio mit 24 Bit/48 kHz – nur im Kabelbetrieb über USB‑C. Das ist weniger eine schwer überprüfbare Marketingaussage als eine klare Spezifikation: Wer den Kopfhörer per USB‑C verbindet, soll Musik ohne die typischen Bluetooth-Kompressionsartefakte hören können. Für anspruchsvolle Hörerinnen und Hörer ist das interessant, aber für Kreative, die verlässlich kontrollieren wollen, was im Signal steckt.

Damit macht Apple zugleich einen Zielkonflikt sichtbar: Viele kaufen Apple-Kopfhörer wegen der kabellosen Bequemlichkeit. Lossless gibt es hier nur „mit Draht“ – eher als Studio- oder Arbeitsmodus. Für Musiker, Videoeditoren oder Podcaster kann das sinnvoll sein, weil ein Kabel in solchen Szenarien Werkzeug statt Zumutung ist.

Apple spricht von einem neuen Verstärker mit größerer Dynamik, der Verzerrungen reduzieren und bei höheren Pegeln mehr Reserven bieten soll. Solche Verbesserungen können bei komplexen Passagen – etwa Schlagzeug, dichten Streicherflächen oder tiefen Bässen – hörbar werden. Wie groß der Sprung ist, lässt sich erst mit unabhängigen Messungen und Hörtests seriös einordnen.

Praktisch ist USB‑C auch deshalb, weil viele aktuelle Laptops und Tablets in Deutschland inzwischen standardmäßig darauf setzen. Ein Adapter wird damit eher überflüssig. Zur Akkulaufzeit nennt Apple keine neue Zahl: Es bleibt bei „bis zu 20 Stunden“ – solide, aber in der Klasse teurer Premium-Kopfhörer kein Alleinstellungsmerkmal.

Live-Übersetzung, bessere Telefonie und Gesten für Siri

Über das reine Hören hinaus will Apple die AirPods Max 2 stärker als „smarten“ Begleiter positionieren. Auffällig ist die angekündigte Live-Übersetzung in Echtzeit. Für Reisen, internationale Meetings oder kurze Gespräche unterwegs klingt das attraktiv – in der Praxis hängt der Nutzen von Sprachen, Regionen und Softwarevoraussetzungen ab. Apple weist selbst darauf hin, dass die Verfügbarkeit je nach Land und Sprache variieren kann.

„Conversation Awareness“ soll Gespräche erleichtern, indem die Wiedergabe automatisch leiser wird, sobald jemand die Trägerin oder den Träger anspricht. Das kann im Büro oder im Alltag Komfort bringen. Gleichzeitig bleibt das Risiko von Fehlalarmen: Eine Stimme aus dem Radio oder ein Gespräch in der Nähe könnte die Musik ungewollt absenken.

Für Telefonate kündigt Apple „Voice Isolation“ an – die eigene Stimme soll priorisiert, Hintergrundlärm reduziert werden. Das ist für Anrufe am Bahnhof, auf dem Gehweg oder in belebten Innenstädten relevant. Ob ein Over‑Ear-Kopfhörer dabei mit den besten Smartphone-Mikrofon-Setups mithalten kann, ist offen: Die Mikrofonposition ist anders, und die Signalverarbeitung muss Wind und Umgebungsstimmen zuverlässig trennen.

Hinzu kommen kleinere Bedienideen: Siri soll sich per Nicken oder Kopfschütteln beantworten lassen – praktisch, wenn die Hände voll sind. will Apple die Digital Crown als Kamera-Fernbedienung nutzbar machen, etwa zum Auslösen von Fotos oder Videos. Das dürfte eher eine Nische bedienen; bei einem Preis von 549 Dollar erwarten die meisten Käuferinnen und Käufer erstklassigen Klang, hohen Tragekomfort und eine überzeugende Geräuschunterdrückung.

Unverändertes Äußeres, unveränderter Preis: Für wen lohnt sich das Upgrade?

Apple hält am bekannten Look fest und positioniert die AirPods Max 2 weiterhin oberhalb vieler Premium-Konkurrenten, die häufig zwischen 300 und 450 Dollar liegen. Die Rechtfertigung soll über Software-Integration, Komfortfunktionen und das Zusammenspiel im Apple-Ökosystem kommen – ein Argument, das in Deutschland für iPhone- und Mac-Nutzerinnen und -Nutzer zieht, die nahtloses Umschalten und einfache Bedienung schätzen.

Die Markteinführung ist für Ende März/Anfang April terminiert, die neuen Farben sollen zusätzliche Kaufanreize setzen. Entscheidend bleibt wie groß der reale Fortschritt im Alltag ausfällt. Wer bereits AirPods Max der ersten Generation besitzt und weder kabelgebunden hört noch stark auf ANC angewiesen ist, dürfte wenig Druck zum Wechsel verspüren.

Interessanter wird die zweite Generation für Vielflieger, Pendlerinnen und Pendler sowie alle, die häufig in lauter Umgebung telefonieren – und für Nutzer, die Lossless-Audio am Rechner per USB‑C einsetzen. Ob Apples „1,5‑fach“-Versprechen bei der Geräuschunterdrückung den Ausschlag gibt, wird sich erst zeigen, wenn unabhängige Tests die Marketingzahl in hörbare Praxis übersetzen.

Wichtige Punkte

  • AirPods Max 2 integriert den H2-Chip und erweitert die Funktionen des Computational Audio.
  • Apple kündigt eine aktive Geräuschunterdrückung an, die bis zu 1,5-mal effektiver ist, sowie einen natürlicheren Transparenzmodus.
  • Lossless-Audio in 24 Bit/48 kHz ist kabelgebunden über USB-C verfügbar, bei einer angegebenen Akkulaufzeit von bis zu 20 Stunden.
  • Live Translation, Conversation Awareness und Voice Isolation kommen für die Max-Reihe.
  • Das Design bleibt unverändert und der Preis bleibt bei 549 US-Dollar, Vorbestellungen ab dem 25. März.

Häufig gestellte Fragen

Was sind die wichtigsten Neuerungen der AirPods Max 2?

Die AirPods Max 2 setzen auf den H2-Chip, eine aktive Geräuschunterdrückung, die laut Apple bis zu 1,5x effektiver ist, 24-Bit/48-kHz-Lossless-Audio über USB‑C sowie Funktionen wie Adaptive Audio, Conversation Awareness, Voice Isolation und Live Translation.

Bieten die AirPods Max 2 Lossless-Audio über Bluetooth?

Apple hebt die Unterstützung von 24-Bit/48-kHz-Lossless hervor, wenn sie per USB‑C verbunden sind. Die Ankündigung bezieht sich auf die kabelgebundene Nutzung, was bedeutet, dass man für diese Qualität ein Kabel in Kauf nehmen muss.

Ändert sich das Design der AirPods Max 2 im Vergleich zum Modell von 2020?

Apple behält dasselbe Over‑Ear-Design und das Bedienkonzept mit der Digital Crown bei. Die angekündigten Änderungen betreffen vor allem die internen Komponenten und Softwarefunktionen.

Wie hoch ist der Preis und wann sind sie verfügbar?

Apple nennt einen Preis von 549 $. Vorbestellungen starten am 25. März, die Verfügbarkeit ist für Anfang des folgenden Monats angegeben.

Ist Live Translation überall verfügbar?

Apple weist darauf hin, dass Live Translation möglicherweise nicht in allen Regionen oder in allen Sprachen verfügbar ist. Die Verfügbarkeit hängt von Ländern, Sprachen und Softwareanforderungen ab.

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