Layla Berry trug als „Miss Saint-Martin und Saint-Barthélemy 2019“ die Farben zweier französischer Karibikgebiete auf die Bühne von Miss France 2020 – und saß zugleich an der Sorbonne über Wirtschaftsskripten. Ihr Ziel war klar umrissen: Sie wollte Finanzingenieurin werden.
Am 14. Dezember 2019 standen in Marseille 30 Kandidatinnen im Finale von Miss France 2020, um die Nachfolge von Vaimalama Chaves anzutreten. Unter ihnen: Layla Berry als Vertreterin von Saint-Martin und Saint-Barthélemy. Sie war damals 19 Jahre alt und 1,75 Meter groß – und studierte parallel im Bachelor „Stratégie et économie d’entreprise“ an der Sorbonne in Paris.
Genau dieses Doppelprofil hob sie im Feld hervor. Während viele Mitbewerberinnen laut dem damals veröffentlichten Porträt von TV Magazine auf Masterstudiengänge im Management oder Business Schools setzten, richtete Berry ihren Blick bereits auf einen konkreten Beruf: Finanzingenieurin.
Studium an der Sorbonne: Wirtschaft statt Glamour-Klischee
Der Bachelorstudiengang „Stratégie et économie d’entreprise“ an der Sorbonne gilt als anspruchsvoll: Er umfasst Grundlagen der Mikroökonomie, Corporate Finance und Strategie. Das passt nur bedingt zu dem Bild, das viele mit Schönheitswettbewerben verbinden – Berry verband beides.
Auch ihr Berufsziel war ungewöhnlich präzise. Finanzingenieurwesen liegt an der Schnittstelle von angewandter Mathematik, Risikomodellierung und Finanzmärkten. Damit wirkte ihr Auftritt bei Miss France nicht wie ein Endpunkt, sondern eher wie eine Station.
Ein zusätzlicher Blick auf das familiäre Umfeld ergibt sich aus offiziellen Unternehmensregistern: Eine Firma namens Makala, gegründet im März 2018 und mit Sitz in Grande Saline auf Saint-Barthélemy, ist auf die Familie Berry registriert. Layla Charlotte Berry ist dort als unbeschränkt haftende Gesellschafterin eingetragen – neben Stephan Berry (Geschäftsführer) und Kathleen Blanchard, ebenfalls unbeschränkt haftende Gesellschafterin. [5]
Zwei Überseegebiete, ein Titel: Saint-Martin und Saint-Barthélemy
Der Wettbewerb „Miss Saint-Martin und Saint-Barthélemy“ bündelt zwei getrennte französische Übersee-Körperschaften, die geografisch und administrativ eigenständig sind, für Miss France aber gemeinsam antreten. Saint-Barthélemy, wo Berry laut Registerdaten familiäre Anbindungen hat, ist eine Insel mit wenigen tausend Einwohnern – bekannt für hochpreisigen Tourismus und einen besonderen Steuerstatus.
Wer diese beiden Gebiete bei Miss France vertritt, bringt eine spezifische karibische Identität auf eine Bühne, die sonst stark von großen Regionen des französischen Mutterlands geprägt ist. Der lokale Auswahlpool ist naturgemäß kleiner – an der nationalen Konkurrenz ändert das nichts: In Marseille traten 30 Kandidatinnen aus ganz Frankreich und den Überseegebieten an.
| Critère | Donnée |
|---|---|
| Âge au moment du concours | 19 ans |
| Taille | 1,75 m |
| Formation | Licence stratégie et économie d’entreprise, La Sorbonne |
| Ambition professionnelle | Ingénieure financière |
| Titre régional | Miss Saint-Martin et Saint-Barthélemy 2019 |
| Concours national | Miss France 2020, 14 décembre 2019 à Marseille |
Quelle: TV Magazine / Le Figaro
Entre concours de beauté et finance : un double pari
Makala auf Saint-Barthélemy: Unternehmertum im familiären Umfeld
Die seit März 2018 aktive Firma Makala zeigt eine weitere Facette: Die Familie war wirtschaftlich auf Saint-Barthélemy verankert, bevor Layla Berry national bekannt wurde. [5] Als Rechtsform wird eine „Société en nom collectif“ (Form 6540) genannt – eine Personengesellschaft, bei der die Gesellschafter unbeschränkt für Schulden haften. Das ist typisch für kleinere, familiengeführte Strukturen, in denen Risiken direkt getragen werden.
Layla Charlotte Berry ist dort gemeinsam mit ihrem Vater Stephan Berry (Geschäftsführer) und Kathleen Blanchard beteiligt. In einer Inselökonomie, die stark von Tourismus und Luxusdienstleistungen lebt, wirkt ihr wirtschafts- und finanzbezogener Studienweg damit noch nachvollziehbarer.
Miss France als Bühne – und der nächste Morgen an der Uni
Für Kandidatinnen aus den französischen Überseegebieten bedeutet Miss France oft eine seltene nationale Sichtbarkeit. Das Finale 2020 vereinte sehr unterschiedliche Lebensläufe: Model bei Miss Tahiti, Vorbereitung auf einen Militärwettbewerb bei Miss Poitou-Charentes, Masterstudium im Luxusmanagement bei Miss Rhône-Alpes. [2]
Berry gehörte zu den Teilnehmerinnen, die Wettbewerb und anspruchsvolles Studium parallel stemmten. Ihr erklärtes Ziel, Finanzingenieurin zu werden – ein Feld, das in großen Banken, Fonds und Handelssälen rekrutiert – deutete auf einen Berufsweg hin, der nicht vom Ausgang des Abends abhing.
Den Titel Miss France 2020 holte am 14. Dezember 2019 in Marseille Clémence Botino, Miss Guadeloupe. Für Layla Berry warteten danach wieder die Sorbonne und die Finanzgleichungen.
Layla Berry Miss France 2020 : profil et parcours économique
- Layla Berry était étudiante en licence de stratégie et économie d'entreprise à La Sorbonne lors du concours Miss France 2020.
- Elle visait une carrière d'ingénieure financière, selon TV Magazine.
- La société familiale Makala, enregistrée à Saint-Barthélemy, a été créée en mars 2018 ; Layla Berry y est associée indéfiniment responsable.
- Elle avait 19 ans le soir de la finale du 14 décembre 2019 à Marseille.
- C'est Miss Guadeloupe, Clémence Botino, qui a remporté le titre de Miss France 2020.
Sources
2 sources · 3 faits sourcés
