Marc Combreau hat seine WM-2026-Reise minutiös geplant: Der Franzose aus Vezins bei Cholet (Département Maine-et-Loire) ist mit sämtlichen Eintrittskarten in der Tasche über den Atlantik geflogen, um die französische Nationalmannschaft („les Bleus“) während des gesamten Turniers zu begleiten – sein Sohn Alban an seiner Seite.
Für Combreau ist es keine spontane Fußball-Laune, sondern eine lange Geschichte. Schon 1984 saß er im Stadion La Beaujoire in Nantes, damals 24 Jahre alt, bei seinem ersten Spiel der „Bleus“. Die Erinnerung ist glasklar: „Wir gewinnen gegen Belgien 5:0, mit drei Toren von Platini: eins mit links, eins mit rechts und eins per Kopf!“ Zu dieser Zeit spielte er selbst – erst als Torwart, später als Verteidiger – beim Klub Saint-Hilaire-du-Bois.
Von Vezins auf den amerikanischen Kontinent – Spiel für Spiel
42 Jahre später zieht es Marc Combreau erneut hinter der Nationalelf her – diesmal quer über den amerikanischen Kontinent, um keine Partie Frankreichs zu verpassen. Er verbindet die Spiele mit Besichtigungen und Familientreffen und macht aus dem Turnier eine Reise auf lange Strecke.
Sein Sohn Alban begleitete ihn am Montag, 22. Juni, zum Spiel Frankreich–Irak.
Und das Finale? „Natürlich würden wir es uns wünschen, aber es ist ein Turnier“, sagt er, ohne sich hochzuschaukeln. Dann wird er deutlich: „Wir haben die Mannschaft, um zu gewinnen!“
„Wir haben die Mannschaft, um zu gewinnen“ – ein Supporter, der nicht vom Sofa aus schaut
Diese Überzeugung, getragen von den Tribünen in Amerika, beschreibt den Geist eines Fans der ersten Stunde. Marc Combreau verfolgt die „Bleus“ nicht vor dem Fernseher: Er hat alle Tickets gekauft, um bei jedem Spiel der Gruppenphase im Stadion zu sein – und, falls Frankreich im Turnier weiterkommt, womöglich auch darüber hinaus.
