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IEDOM-Bilanz 2025 für Guadeloupe und Martinique: Kreuzfahrttourismus stützt – Bau schwächelt, Überschuldung steigt

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Der Tourismus hält die Wirtschaft in den französischen Antillen 2025 über Wasser – doch der Bau rutscht weiter ab, und viele Haushalte geraten stärker unter Druck. Das geht aus den Jahresberichten des IEDOM hervor, des Emissions- und Analyseinstituts für Frankreichs Übersee-Départements.

Für Martinique und Guadeloupe zeichnet das IEDOM ein ähnliches Bild: Inselökonomien, die standhalten, aber nicht in den Vollbetrieb zurückfinden. Während die Besucherzahlen und private Investitionen den Dienstleistungssektor stabilisieren, fehlt es dem Bau an Impulsen – und die soziale Lage verschärft sich sichtbar.

Kreuzfahrten treiben den Tourismus – private Investitionen bleiben hoch

In Martinique war es laut IEDOM vor allem der Kreuzfahrttourismus, der 2025 das Wachstum der touristischen Aktivität angeschoben hat. Insgesamt bleibt die martiniquische Wirtschaft demnach fragil, doch der Sektor trägt.

Auch in Guadeloupe bestätigt der Tourismus seine Rolle als Konjunkturmotor: Die Auslastung blieb hoch, und private Investitionen hielten sich auf einem „hohen Niveau“. Das ist laut France-Antilles die zentrale Aussage des wirtschafts- und finanzpolitischen Jahresberichts, den das IEDOM am 16. Juni für den Archipel veröffentlicht hat.

Vorgestellt wurden die Ergebnisse in Dothémare von François Groh, dem Direktor des IEDOM Guadeloupe, und Damion Gordon, dem Leiter des Bereichs für Wirtschafts- und Währungsstudien. Groh ordnete die Zahlen ausdrücklich in den internationalen Kontext ein – unter anderem mit Blick auf die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten auf die Kraftstoffpreise.

Bau ohne öffentliche Aufträge – 817 Überschuldungsfälle in Guadeloupe

Im Baugewerbe (BTP) häufen sich die Probleme. In Guadeloupe setzt der Sektor seine Anpassung fort, nachdem die öffentlichen Aufträge seit 2022 über mehrere Jahre zurückgegangen sind. Zusätzlich kämpfen Unternehmen mit der Personalgewinnung – es fehlen verfügbare Qualifikationen.

Der Arbeitsmarkt zeigt sich dennoch vergleichsweise robust: Die Zahl der Arbeitsuchenden der Kategorie A sank in Guadeloupe binnen eines Jahres um 1,4 Prozent, und die private Beschäftigung bleibt auf hohem Niveau. Gleichzeitig bleibt die Arbeitslosigkeit strukturell hoch; Engpässe bestehen weiter – sowohl im Gesundheitswesen als auch im Bau.

Bei den Haushalten verschlechtert sich die Lage spürbar. In Guadeloupe wurden 2025 insgesamt 817 Überschuldungsdossiers registriert – ein Plus von 23,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Kaufkraft bleibt unter Druck, entsprechend gedämpft fällt die Konsumlaune aus.

In Martinique zählte das IEDOM 2025 675 Überschuldungsdossiers, bewertete 1.860 Unternehmen („cotation“), und es wurden 48,4 Millionen Banknoten entnommen. Das Institut verweist auf einen „Kontext schwachen Wachstums“ sowie auf „strukturelle Herausforderungen“, die es im Jahresverlauf mit 23 Publikationen und 120 Marktaktionen oder Interviews dokumentiert habe.

Ausblick 2026: Unsicherheit bleibt – Inflation in Guadeloupe unter Kontrolle

Für 2026 bleiben die Perspektiven laut Bericht unsicher – das internationale Umfeld begünstige keine Risikobereitschaft. Einer der wenigen positiven Punkte: In Guadeloupe gilt die Inflation inzwischen als unter Kontrolle, was für die kommenden Monate zumindest etwas Entlastung verspricht.

Marie-Claire Bontemps
Marie-Claire Bontemps
Marie-Claire Bontemps, rédactrice régional(e) — La Voix de France. Textes produits avec l'assistance de l'IA et relus par notre équipe éditoriale.

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