Renault zieht die Zügel bei Flexis vollständig an: Der Autobauer hat nach eigenen Angaben alle erforderlichen regulatorischen Genehmigungen erhalten, um die Anteile von Volvo Group (45%) und CMA CGM (10%) an dem Gemeinschaftsunternehmen zu übernehmen. Damit hält Renault nun 100% an Flexis, der 2024 gegründeten Plattform für elektrische leichte Nutzfahrzeuge.
Mit dem Schritt schärft Renault eine Strategie, die der Konzern seit Jahren verfolgt: eine starke Position bei elektrischen Vans in einem Markt, der auch durch den europäischen Regulierungsdruck bei CO2-Emissionen im Gütertransport wächst. Durch den Ausstieg der Partner kann Renault industrielle und technologische Entscheidungen bei Flexis ohne externe Interessen durchsetzen.
Renault wird Alleineigentümer der 2024 gegründeten E-Transporter-Joint-Venture Flexis
Renault teilte am Mittwochabend mit, die Übernahme der Beteiligungen von Volvo Group und CMA CGM sei nach Erhalt sämtlicher Genehmigungen möglich. Flexis war 2024 gemeinsam mit den beiden Gruppen gegründet worden, um elektrische leichte Nutzfahrzeuge zu produzieren.
Der Rückkauf der Partneranteile stärkt aus Sicht des Konzerns die Kontrolle über die Ausrichtung des Projekts. Renault muss bei zentralen Weichenstellungen künftig nicht mehr zwischen unterschiedlichen Interessen vermitteln.
Alstom gewinnt vier Bahnverträge in Ägypten – Gesamtvolumen 690 Mio. Euro
Auch bei Alstom gibt es Neuigkeiten: Der französische Zughersteller meldete am Donnerstag, er habe im Rahmen eines Konsortiums vier Verträge von den Ägyptischen Staatsbahnen (Egyptian National Railways, ENR) erhalten. Ziel ist die Modernisierung wichtiger Eisenbahnkorridore im Land.
Das Gesamtvolumen der vier Aufträge liegt bei 690 Mio. Euro. Davon entfallen laut Alstom rund 300 Mio. Euro auf den französischen Hersteller.
Die Vereinbarungen sind Teil eines Modernisierungsprogramms für die ägyptische Bahninfrastruktur. Für Alstom, das nach mehreren schwierigen Geschäftsjahren noch in einer Phase der Erholung ist, gilt ein Auftrag dieser Größenordnung im Konsortium als positives Signal für die Fähigkeit, komplexe internationale Ausschreibungen zu gewinnen.
Vinci meldet im Mai nur minimale Zuwächse – Air France-KLM sichert sich Kreditlinie über 1 Mrd. Euro
Der französische Infrastrukturkonzern Vinci veröffentlichte Verkehrsdaten für den Mai: An seinen Flughäfen stieg die Passagierzahl im Jahresvergleich um 0,1%, auf den Autobahnen legte der Verkehr um 0,3% zu. Die Werte deuten auf stabile Aktivität ohne spürbare Beschleunigung hin.
Air France-KLM wiederum schloss nach am Mittwochabend veröffentlichten Informationen eine neue Mehrzweck-Kreditlinie über 1 Mrd. Euro ab. Der Konzern mit Sitz in Tremblay-en-France stärkt damit seine Finanzierungsspielräume, während sich die Margen nach den Turbulenzen der vergangenen Jahre schrittweise erholen.

