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Figeac Aéro holt neuen Rafale-Auftrag von Dassault – Rekordumsatz von 486,8 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2025/2026

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Der französische Luftfahrtzulieferer Figeac Aéro hat einen neuen Vertrag mit Dassault Aviation für das Kampfflugzeug Rafale an Land gezogen – und meldet zugleich einen Rekordumsatz von 486,8 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2025/2026.

Das Unternehmen aus dem Département Lot (Südwestfrankreich) rückt damit weiter in den Kern der französischen Rüstungs- und Luftfahrtindustrie vor. Figeac Aéro wurde vor rund vier Jahrzehnten in Figeac gegründet, einer Kleinstadt mit etwa 10.000 Einwohnern, und zählt inzwischen zu den wichtigen Zulieferern der französischen Verteidigungsindustrie.

Der neue Dassault-Vertrag folgt auf eine weitere Nachricht aus dem Frühjahr: Figeac Aéro war wenige Wochen zuvor von Safran Aircraft Engines ausgewählt worden, Metallteile für das Triebwerk M88 zu fertigen – den Antrieb der Rafale. Produziert werden soll an den Standorten Figeac und Aulnat bei Clermont-Ferrand; die ersten Auslieferungen werden im Geschäftsjahr 2026/2027 erwartet.

En chiffres
486,8 M€
CA record exercice 2025/2026
Contre 447 M€ sur 2019/2020, précédent record
+16 %
Croissance annuelle du chiffre d'affaires
Pic à +24 % sur le dernier trimestre
4,8 Md€
Carnet de commandes record
Niveau historique, 2026
19
Nouveaux contrats depuis le lancement de Pilot 28
Dont Dassault Rafale et Safran M88
300-400
Recrutements prévus à Figeac d'ici 2028
Sur le seul site historique du Lot

486,8 Mio. Euro Umsatz: Figeac Aéro übertrifft den bisherigen Höchststand deutlich

Der Umsatz des am 31. März 2026 abgeschlossenen Geschäftsjahres liegt laut La Tribune bei 486,8 Mio. Euro. Damit setzt Figeac Aéro eine neue Bestmarke und übertrifft den bisherigen Rekord von 447 Mio. Euro aus dem Geschäftsjahr 2019/2020 – also aus der Zeit vor dem Einbruch der weltweiten Luftfahrt-Nachfrage in der Pandemie.

Auf Jahressicht entspricht das einem Wachstum von knapp 16 Prozent. Im letzten Quartal (Januar bis März 2026) lag der Zuwachs sogar bei mehr als 24 Prozent.

Simon Derbanne, Direktor für Investor Relations, führt das Ergebnis auf „einen allgemeinen Anstieg der Produktionsraten bei fast allen Programmen der Gruppe und eine gute Entwicklung des Verteidigungsgeschäfts“ zurück.

Figeac Aéro : chiffre d’affaires et carnet de commandes
Indicateur Valeur Référence / période
CA exercice 2025/2026 486,8 M€ Record historique absolu
Précédent record 447 M€ Exercice 2019/2020
Croissance annuelle +16 % Sur un an
Croissance dernier trimestre >+24 % Janv.-mars 2026
Carnet de commandes 4,8 Md€ Niveau record, 2026

Quelle: La Tribune

Besonders stark wirkt der Auftragsbestand: Er liegt bei 4,8 Mrd. Euro – ebenfalls ein Rekordwert, der dem Unternehmen nach eigenen Angaben eine bislang unerreichte industrielle Planungssicherheit verschafft. Gleichzeitig steigt der Druck, die höheren Stückzahlen auch termingerecht zu liefern.

M88 und Rafale: Zulieferer stellt sich auf höhere Taktzahlen ein

Image : Freepik

Der Safran-Auftrag rund um das M88-Triebwerk steht exemplarisch für den Ausbau des Verteidigungsgeschäfts. Thomas Girard, stellvertretender Generaldirektor, formuliert den Anspruch deutlich: „Wir sind sehr glücklich über die Partnerschaft, die wir seit vielen Jahren mit Safran Aircraft Engines entwickelt haben – sowohl bei zivilen als auch bei militärischen Triebwerken. Das M88 und die Rafale sind strategische Programme zur Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeiten. Figeac Aéro ist stolz, aktiv daran mitzuwirken, indem wir Know-how und industrielle Kapazitäten einbringen – insbesondere vor dem Hintergrund einer Produktionsrate von fünf Rafale pro Monat, die derzeit geprüft wird, also einer nahezu Verdopplung gegenüber den aktuellen Raten.“

Fünf Jets pro Monat – noch ist diese Zahl laut Bericht „in Prüfung“. Sie zeigt aber, wie stark die gesamte französische Zulieferkette unter Zugzwang geraten könnte, falls Dassault Aviation die Fertigung hochfährt, um auch Exportaufträge abzuarbeiten. Genannt wird dabei ein jüngst angekündigter Indien-Vertrag über 114 Rafale.

Figeac Aéro bereitet sich nach eigenen Angaben seit mehreren Quartalen auf diesen industriellen Schritt vor. Im Rahmen des Strategieprogramms „Pilot 28“ hat das Unternehmen seit dem Start 19 neue Verträge eingesammelt. Für den Verteidigungsbereich peilt der Konzern – nach im Februar kommunizierten Zielen – bis März 2028 einen Jahresumsatz von 80 bis 100 Mio. Euro an.

Zur Diversifizierung trägt auch die Tochter MTI in Decazeville bei: Sie positioniert sich im Bereich Wasserkraft-Ausrüstung und zuletzt auch im Nuklearsektor.

Pourquoi le contrat Rafale renforce la filière lotoise

Record de CA pulvérisé
486,8 millions d'euros sur 2025/2026, soit +16 % sur un an et un nouveau point haut historique qui efface le précédent record de 447 millions établi en 2019/2020.
Montée en puissance défense
Deux contrats majeurs cumulés : pièces du moteur M88 pour Safran et nouveau contrat Dassault pour le Rafale, dans un contexte de doublement possible des cadences de production.
Emploi local sous tension
300 à 400 postes supplémentaires attendus à Figeac d'ici 2028 pour tenir les cadences, dans un bassin rural déjà sollicité.
Investissements pour l'après-Maillard
10 millions d'euros prévus sur l'exercice en cours, puis 10 à 15 millions sur le suivant, pour préparer la transition de gouvernance après le départ du PDG fondateur.
Carnet de commandes record
4,8 milliards d'euros de commandes assurent une visibilité industrielle inédite pour le groupe, porté par les marchés civil et défense.

300 bis 400 neue Stellen bis 2028 – nur am Standort Figeac

Mit den Aufträgen wächst der Personalbedarf. Die Unternehmensführung formuliert es so: „Wir haben sehr große Einstellungsziele. Bis 2028 gehen wir davon aus, dass wir allein in Figeac 300 bis 400 zusätzliche Stellen brauchen.“ Für eine ländlich geprägte Region ist das eine große Zahl – und ein Hinweis darauf, wie stark die Fabrik inzwischen ausgelastet ist.

Parallel meldet das Unternehmen Rückenwind aus Nordamerika: Das Werk in Mexiko habe laut Management ein „starkes Momentum“, der Standort entwickle sich dynamisch. Zudem hat Figeac Aéro einen Vertrag zur Fertigung mittelgroßer Aluminium-Baugruppen für den Airbus A220 bekanntgegeben. Das Zivilgeschäft bleibt damit präsent – in Wert und strategischer Sichtbarkeit treibt aber vor allem die Verteidigungssparte.

Finanziell kündigte der Konzern ein Investitionsprogramm von 10 Mio. Euro für das laufende Geschäftsjahr an. Für das darauffolgende Geschäftsjahr sind weitere 10 bis 15 Mio. Euro geplant. Damit sollen mehrere strategische Vorhaben umgesetzt werden – darunter ausdrücklich auch Maßnahmen, die das Unternehmen auf eine Zukunft ohne den Gründer vorbereiten sollen.

Nach dem Gründer: Figeac Aéro bereitet die Nachfolge vor

Jean-Claude Maillard (68) hat Figeac Aéro gegründet und ist bis heute Vorstandschef. Er sagt selbst, er beginne „Abstand zu gewinnen“ und bereite die nächste Phase vor. Laut La Dépêche du Midi wurden Gespräche mit potenziellen Käufern aufgenommen. Einen öffentlichen Zeitplan gibt es nicht – doch die Nachfolgefrage hängt über einem Konzern, der seit der Gründung nur einen Chef kannte.

Die für das nächste Geschäftsjahr angekündigten Investitionen von 10 bis 15 Mio. Euro passen in diese Logik: industrielle und kommerzielle Strukturen so zu verankern, dass sie einen Wechsel an der Spitze überstehen. Mit 4,8 Mrd. Euro Auftragsbestand und neuen Rafale-Verträgen ist Figeac Aéro ein attraktives Ziel – offen bleibt, zu welchem Preis und in wessen Hände das Unternehmen am Ende gehen könnte.

Figeac Aéro Rafale : les chiffres clés à retenir

    • Figeac Aéro signe un nouveau contrat avec Dassault pour le Rafale en juin 2026.
    • Le groupe produit aussi des pièces du moteur M88 pour Safran, sur ses sites de Figeac et d'Aulnat.
    • Le CA de l'exercice 2025/2026 atteint 486,8 millions d'euros, un record absolu dans l'histoire du groupe.
    • Le carnet de commandes s'élève à 4,8 milliards d'euros, niveau record.
    • 300 à 400 recrutements sont attendus sur le seul site de Figeac d'ici 2028.
    • Jean-Claude Maillard, PDG fondateur âgé de 68 ans, prépare sa succession.
Hélène Vasseur
Hélène Vasseur
Hélène Vasseur suit ce qui change concrètement dans le quotidien des Français. Droits des consommateurs, démarches administratives, nouvelles règles pratiques, services publics ou arnaques à éviter : elle part toujours d'un fait daté pour expliquer qui est concerné et quoi faire. Pédagogue et attachée aux sources officielles, elle écrit au service du lecteur, avec les bons réflexes à adopter.

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